3. Akademiekonzert 2012/13 - Biographien

Christopher Hogwood (Foto: Marco Borggreve) Antoine Tamestit (Foto: Eric Larrayadieu / Naive)

3. Akademiekonzert 2012/13

Nationaltheater

Dienstag, 18. Dezember 2012

Musikalische Leitung


Christopher Hogwood (© Marco Borggreve)
Christopher Hogwood
Christopher Hogwood, geboren im englischen Nottingham, zählt zu den bedeutendsten Vertretern der historisch informierten Aufführungspraxis und tritt weltweit als Dirigent bei den führenden Symponieorchestern und Opernhäusern sowie als Cembalist und Pianist auf. Zudem ist er als Herausgeber u.a. der Werke von Bohuslav Martinů, C. P. E. Bach und der Orchesterwerke von Felix Mendelssohn Bartholdy tätig. Seine Ausbildung erhielt er an der Cambridge University und der Karls-Universität in Prag, worauf Studien beim Pianisten Gustav Leonhardt folgten. Seine Laufbahn begann er als Pianist in der Academy of Saint Martin-in-the-Fields. 1973 gründete er die Academy of Ancient Music, die er bis 2006 leitete. Er war Director of Music beim Saint Paul Chamber Orchestra und Erster Gastdirigent beim Kammerorchester Basel, Orquesta Ciudad de Granada und Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi.

In dieser Spielzeit ist er als Dirigent u.a. beim WDR Sinfonieorchester Köln, Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Warsaw Philharmonic, RAI Orchestra Turin, Maggio Musicale Florenz, bei den Festivals Prager Frühling und Grafenegg sowie mit der Wiederaufnahme von Le nozze di Figaro am Opernhaus Zürich zu erleben.

Hogwood erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt als „Artist of the Year“ beim Beijing Music Festival 2010, was eine Tournee mit Konzerten in Taiwan, Hong Kong und Guangzhou nach sich zog. Seine umfangreiche Diskographie umfasst die Gesamteinspielung aller Symphonien Mozarts und Beethovens sowie über 200 Aufnahmen mit der Academy of Ancient Music.

www.hogwood.org

Viola


Antoine Tamestit (© Eric Larrayadieu / Naïve)
Antoine Tamestit
Antoine Tamestit, geboren in Paris, studierte Bratsche bei Jean Sulem, Jesse Levine und Tabea Zimmermann. Er gewann mehrere erste Preise bei den Wettbewerben Maurice Vieux 2000 in Paris, William Primrose 2001 in Chicago sowie beim 53. ARD-Musikwettbewerb 2004. Sein Repertoire reicht vom Barock bis zu zeitgenössischer Musik. Er brachte zahlreiche Werke zur Uraufführung, u.a. von George Benjamin, Bruno Montovani und Olga Neuwirth, teilweise gemeinsam mit Tabea Zimmermann.

Als Solist trat er u.a. mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Gewandhausorchester Leipzig, Deutschen Sinfonieorchester Berlin, Orchestre Philharmonique de Radio France, Orchestre de la Suisse Romande sowie den verschiedenen BBC Orchestern auf. 2008 konzertierte er gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern beim Lucerne Festival.

Als Kammermusiker spielte er mit Gideon Kremer, Leonidas Kavakos, Christian Tetzlaff, Emmanuel Pahud, dem Ebène und Hagen Quartett u.a. bei den Festivals in Lockenhaus, Schwarzenberg, Luzern, Verbier, Salzburg. Regelmäßig musiziert er im Streichtrio mit Frank-Peter Zimmermann und Christian Poltéra. Recitals mit dem Pianisten Markus Hadulla führten in u.a. in das Concertgebouw Amsterdam, den Musikverein Wien, Palais des Beaux-Arts Brüssel sowie die Carnegie Hall New York, Wigmore Hall London, Cité de la Musique Paris und das Konzerthaus Stockholm.

Seine umfangreiche Diskographie umfasst Werke von Bach, Ligeti, Schnittke, Schubert und Fauré. Er unterrichtet an der Musikhochschule Köln. Seine Stradivari von 1672 ist eine Leihgabe der Stiftung Habisreutinger.

www.tamestit.org