Anna tanzt IV – Anna wird alt

Anna tanzt IV - Anna wird alt Probe zu 'Anna tanzt IV - Anna wird alt' Anna IV - Anna wird alt
Inszenierung



 

Die Geschichte von Anna tanzt

Das Projekt „Anna tanzt“ begann im Winter 2005/ 2006, als die Direktorin des Städtischen St. Anna Gymnasiums, Dr. Ingrid Neuner, dem Direktor des Bayerischen Staatsballetts, Ivan Liska, eine Kooperation im Rahmen eines Schulprojekts vorschlug. Im Juli 2006 bereits fand Anna tanzt zum ersten Mal statt und wird heuer, im Juli 2009, zum vierten Mal durchgeführt. Die Schlusspräsentationen fanden jeweils auf großer Bühne in der Reithalle, bzw. in der Muffathalle statt.

Jede einzelne Ausgabe von „Anna tanzt“ hatte ein eigenes Konzept – 2006 choreographierte die spanische Forsythe-Tänzerin Ana Catalina Roman auf der Grundlage vieler individueller Einzelbeiträge der Schüler: Bilder, Texte, Szenen, Ideen, Improvisationen. 2007 und 2008 choreographierte die Berlinerin Nadja Raszewski die Stücke nach Themen aus der Literatur und der Musik: Die grüne Katze, mit Musik vom Band und Live-Musik des Amerikaners Michael Gould am Schlagzeug, und Der Feuervogel von Igor Strawinsky. Letzteren spielte das Jugendorchester des Bayerischen Staatsorchesters ATTACCA.
Es sind für die beteiligten Schülerinnen und Schüler jedes Jahr aufregende und anregende vier Wochen nicht - kompetitiver Arbeit, Konzentration und Leidenschaft, Fokussierung auf ein künstlerisches Produkt, das Ende Juli mit Stolz der Öffentlichkeit präsentiert wird. Die Erfahrung lehrt stets: am Anfang steht die Skepsis, vor allem bei den Jungen, am Ende herrscht einhellige Begeisterung und Stolz über das Erreichte. So wichtig das künstlerische Endergebnis und seine öffentliche Präsentation als Ziel der Arbeit sind, so viel wichtiger ist doch in jedem Jahr wieder der Arbeitsprozess selbst, in dem die Jugendlichen auf eine neuartige und ungewöhnliche Weise lernen, miteinander arbeiten, sich gegenseitig respektieren, einander beobachten, helfen, non-verbal kommunizieren, Ängste abbauen, ihr Selbstbewusstsein stärken. Ein künstlerischer Prozess erfordert Disziplin, Hingabe, Leidenschaft, Einsatzbereitschaft und Teamarbeit – Eigenschaften, die auch für das schulische Lernen immer mehr Bedeutung bekommen, Jugendlichen heute aber immer schwerer zu vermitteln sind. Soziale Kompetenz wird über den künstlerischen Arbeitsprozess ganz selbstverständlich gelernt und die Jugendlichen erobern darüber hinaus einen neuen Lebensbereich – die Kunst der Bewegung.